Vom Ton zur Tasse: Der Weg eines handgemachten Bechers
Bevor ein Becher auf deinem Tisch steht, durchläuft er viele Schritte. Ein Blick in den Werkstattalltag.
Am Anfang steht der Ton. Er wird geknetet, damit Luftblasen entweichen und die Masse gleichmäßig wird. Dann wird ein Stück Ton auf der Töpferscheibe zentriert – ein Schritt, der Übung und Ruhe braucht.
Auf der drehenden Scheibe öffnet sich der Klumpen zu einer Form: Boden, Wand, Rand. Nach dem Drehen muss das Stück antrocknen, bis es lederhart ist. Dann werden der Fuß abgedreht und ein Henkel angesetzt.
Nach dem vollständigen Trocknen folgt der erste Brand, der Schrühbrand. Danach wird glasiert – eine feine Schicht aus Mineralien und Wasser, die beim zweiten Brand bei rund 1.200 Grad zu einer glatten, glänzenden oder matten Oberfläche schmilzt.
Erst nach dem Abkühlen im Ofen zeigt sich, wie die Glasur geworden ist. Kleine Abweichungen gehören dazu und machen jedes Stück einzigartig.
